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CHEESEFONDUE WORKSHOP III |
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Geist der Zukunft: Integration der Gegensätze
Wilhelmine von Bayreuth hat sich bis zu ihrem Tod vor 250 Jahren nach Arkadien gesehnt, dem imaginären Lande des einfachen, vollständigen, harmonischen Lebens, dem irdischen Paradies. Wilhelmines Wirken hat aus dem Provinz-Städtchen Bayreuth eine Metropole der Kultur gemacht; vieles Folgende war direkt oder indirekt durch ihr Wirken bedingt. Immer wieder ging es um die Verbindung der äußeren Welt mit dem Inneren, bei Jean Paul über Alexander von Humboldt bis Richard Wagner, Brücken über die Schluchten der Gegensätze zu bauen. Kunst kann helfen, solche Abgründe zu überbrücken. Die Gegensätzlichkeit unserer Wirklichkeit hat viele Facetten: Wirtschaft und Ethik, Freiheit und Verantwortung, Sinnfindung durch Arbeit und Kranksein durch Arbeits-Stress, zwischen Männlichem und Weiblichem, zwischen Denken und Fühlen, zwischen Wissenschaft und Religion, zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. Die geschichtliche Situation, in der sich die Menschen der Stadt, des Landes, und letztlich der gesamten Erde befinden, die Herausforderungen der Zukunft, alles mahnt die Erinnerung an diese einfache Tatsache an. Bei aller Anerkennung der wissenschaftlich-technischen Errungenschaften der vergangenen zweihundertundfünfzig Jahre, die Sicht auf die offenbare Einheit von Mensch und Natur vergessen worden. Unser Handeln ist stark intellektuell, technisch und materiell geprägt, wir konzentrieren uns auf die Leistungsfähigkeit von Wissenschaft und Industrie - und vergessen dabei die konkreten, aus dem Transzendenten kommenden, spirituellen Quellen, die allen unseren Handlungen zugrunde liegen, und die besonders in der Kunst zutage treten. Der Versuch zur Integration und Verbindung dieser scheinbaren Gegensätze ist seit der Gründung der „Cheesefondue-Initiative“ im Jahr 2005 das Anliegen der „Cheesefondue-Workshops“gewesen.
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